Renten­anspruch: Gut informiert

Einmal im Jahr erhalten Berufs­tätige Post von der Rentenkasse. Sie informiert über bereits erworbene und künftige Ansprüche. Hier die wichtigsten Punkte.

Alters­grenze. Versicherte erfahren, ab wann sie nach derzeitigem Recht Anspruch auf eine Regel­alters­rente haben. Wenn sie die Rente früh­zeitig beantragen, beginnen die Zahlungen im Monat nach Erreichen der jeweils geltenden Alters­grenze (siehe Tabelle). Den Antrag stellen sie am besten rund drei Monate vor dem gewünschten Renten­beginn.

Rentenhöhe. Das Schreiben weist aus, wie hoch die Alters­rente wäre, wenn ab sofort keine Beiträge mehr fließen würden. Außerdem informiert es über die Höhe der Alters­rente für den Fall, dass der Versicherte bis zum Erreichen der Alters­grenze weiter Beiträge leisten würde wie in den vergangenen fünf Jahren. Wer sich vorzeitig zur Ruhe setzen will, sammelt nied­rigere Ansprüche an. Oben­drein verlieren Senioren für jeden Monat, den sie früher aussteigen, 0,3 Prozent der Auszahlung – lebens­lang.

Entgelt­punkte. Dieser Wert entscheidet über die Höhe der Rente. Beiträge, die etwa ein Angestellter zahlt, wandelt die Rentenkasse in Entgelt­punkte um. Wer in einem Jahr so viel verdient wie der Durch­schnitt aller Beitrags­zahler, erhält genau einen Punkt. Wer 30 Prozent mehr verdient, bekommt 1,3 Punkte. Die Punkte werden in Euro und Cent umge­rechnet. Derzeit ist in den alten Bundes­ländern jeder Punkt 28,07 Euro wert, in den neuen Bundes­ländern 24,92 Euro.

Prognose. Der Wert der Entgelt­punkte kann sich jedes Jahr erhöhen. Aus diesem Grund listet die jähr­liche Renten­information auch Prognosen auf: Wie hoch würde die Rente ausfallen, wenn der Wert der Entgelt­punkte pro Jahr um 1 oder sogar 2 Prozent steigen würde.

Dieser Artikel ist hilfreich. 16 Nutzer finden das hilfreich.