Das Original-Bircher-Müsli: Frühstücken wie auf der Alm

Früchtemüslis Test

Müsli-Urvater Maximilian Bircher-Benner.

Auf einer Bergwanderung entdeckte ein Schweizer Arzt ein „recht seltsames Essen“: das Mü(e)sli.

Eine Sennerin bewirtete den Arzt Maximilian Bircher-Benner (1867 bis 1939) mit einer Rohkost-Mahlzeit wie sie die Almhirten vor über 100 Jahren zu sich nahmen: aus Haferflocken, Äpfeln, Nüssen, Zitronensaft und gezuckerter Kondensmilch. Sie sollte Grundlage werden für die Therapie, mit der Bircher-Benner ab 1902 in seinem Züricher Sana­torium „Lebendige Kraft“ Patienten zu besserer Verdauung verhalf.

Darunter befand sich ein so berühmter Zeitgenosse wie Thomas Mann. Zweimal am Tag bekamen die Patienten Müsli verab­reicht, das auf Schweizerdeutsch Müesli gesprochen wird und die Verkleiner­ungsform von Mus ist. In ihm wurden viel frisches Obst und wenig Haferflocken gemischt. Bircher glaubte, dass unbearbeitete pflanzliche Rohkost „biologisch wirksame Lichtquanten“ enthält, mit deren Freisetzung Lebenskraft gewonnen wird. Diese Theorie stellte sich später als falsch heraus, war aber ein Vorreiter des heutigen Konzepts der Vollwertnahrung.

Rezept

Für eine Portion:

  • 1 gehäufter Esslöffel Haferflocken
  • 3 Esslöffel Jogurt oder Milch
  • ein halber Teelöffel Honig
  • 1 Apfel, eine halbe Orange, eine halbe Banane
  • 1 Esslöffel gemischte Beeren (frisch oder tiefgefroren)
  • 1 Esslöffel gemahlene Nüsse
  • Etwas Zitronensaft, Jogurt und Honig unter die Haferflocken mischen.
  • Den Apfel reiben, Beeren, Orangen- und Bananenstücke unterheben, mit Nüssen bestreuen

Guten Appetit!

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