Heidel­beeren und Himbeeren im Test: Tiefgekühlt oder frisch?

Heidel­beeren und Himbeeren im Test - Tiefgekühlt oder frisch?

Frische Himbeeren und Tiefkühl-Heidel­beeren – oder umge­kehrt? Gar nicht so leicht zu sagen.

Viren waren kein Problem bei den Himbeeren und Heidel­beeren im Test. Gefrostete Himbeeren sind weniger keimbelastet als frische, bei den Heidel­beeren liegen zwei Bio-Beeren vorn.

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Test Heidel­beeren und Himbeeren im Test test 06/2021
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Beeren im Test – frisch und aus der Tiefkühl­truhe

Glänzende Himbeeren und pralle Heidel­beeren oder Blau­beeren – im Sommer haben sie Hoch­saison und kommen auch aus deutschen Landen. Als Tiefkühl­beeren sind die Früchte das ganze Jahr im Handel, ebenso frisch aus Südeuropa, Nord­afrika oder Südamerika. Vor allem tiefgekühlte Beeren sorgen regel­mäßig für negative Schlagzeilen: Kontrolleure finden Noroviren oder Hepatitis-A-Erreger. Wir haben frische und tiefgekühlte Beeren aus dem Handel auf Krank­heits­erreger und Schad­stoffe untersucht.

Himbeeren und Heidel­beeren im Test

  • Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen der Stiftung Warentest für mikrobiologische Qualität und Schad­stoff­belastung von insgesamt 29 frischen und tiefgekühlten Beeren-Produkten, darunter 13-mal Himbeeren und 16-mal Heidel­beeren. Neben Beeren von Aldi, Lidl, Edeka und Alnatura sind auch bekannte Marken wie Driscoll’s, Berry Fresh und San Lucar sowie 13 Bio-Produkte im Test. Die Preise reichen von 50 Cent bis 2,39 Euro für 100 Gramm.
  • Tipps und Hintergrund. Wir informieren über Herkunft und Trans­port von Himbeeren und Heidel­beeren und erklären, wie sich Keimbefall vermeiden lässt. Und wir sagen, worauf Sie bei Kauf, Lagerung und Verarbeitung der Beeren achten sollten.
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Heft 6/2021.

Keine Salmonellen und Listerien, dafür Schimmelpilze

Die gute Nach­richt: Sowohl für die frischen Beeren als auch für die Tiefkühl­beeren im Test können wir Entwarnung geben – Noro- und Hepatitis-A-Viren konnten die Prüfer der Stiftung Warentest nicht nach­weisen, Fehl­anzeige auch bei Salmonellen und Listerien. Die frischen Himbeeren zeigten sich aber besonders anfäl­lig für Verderb­niskeime wie etwa Schimmelpilze oder Hefen.

Tiefkühl­beeren liegen im Test vorn

Testsieger sind zwei tiefgekühlte Bio-Heidel­beer-Produkte. Die besten Beeren im Test punkten als einzige in beiden Prüfkriterien – Schad­stoffe und mikrobiologische Qualität – mit der Note Sehr gut. Erfreulich: Ob frische Beeren oder Tiefkühl­beeren – im Test waren Rück­stände von Pflanzen­schutz­mitteln bei keinem der Bio-Produkte nach­weisbar. Auch von den konventionellen Beeren im Test schnitten viele im Schad­stoff­urteil gut oder sehr gut ab.

Frische Heidel­beeren und Himbeeren – gut für die Gesundheit

Himbeeren und Blau­beeren machen sich gut in Kompott, Müsli, Sirup oder Smoothies, als Eis, Chutney oder in Kuchen, Joghurt und Quark. Probieren Sie unser Rezept für einen Grieß-Quark-Beeren-Auflauf. Über den Genuss hinaus sind die Beeren auch förderlich für die Gesundheit: Himbeeren enthalten viel Vitamin C und Kalium, der hohe Gerb­stoff-Gehalt von Heidel­beeren soll Verdauung und Herz-Kreis­lauf gut tun.

Keine Angst vorm Fuchs­bandwurm

Wer wilde Beeren selbst sammeln möchte, wird oft vor Eiern des Fuchs­bandwurms gewarnt, mit denen die Beeren verunreinigt sein können. Studien zeigen aber: Die Gefahr, sich den Parasiten auf diese Art einzufangen, ist minimal (Fuchsbandwurm: Keine Bange vor wilden Beeren). Wer sicher­gehen will, kocht die gepflückten Beeren vorm Verzehr ab.

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Waren­kunde: Die zarte Himbeere

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Die auch Hohl- oder Immen­beere genannte zarte Rubus idaeus gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie ist meist rot, selten gelb oder schwarz. Wild wächst sie in Europa, Asien, Nord­amerika, industriell wird sie auch in Afrika angebaut. Die Beeren im Test kauf­ten wir im Januar und Februar – die frischen stammen aus Spanien und Marokko, die tiefgekühlten aus Osteuropa.

Ernte auch im Herbst

Heimische Himbeeren haben ab Ende Mai Saison. Im August kommen Herbst­himbeeren dazu, sie sind bis Oktober im Handel. Die Sorte Twotimer trägt sogar zweimal im Jahr. Himbeeren werden hand­gepflückt oder von Ernte­maschinen sanft vom Strauch geschüttelt, danach meist vorsichtig im Luft­strom von Blättern und kleinen Zweigen befreit.

Vitamin-C-Versorgerin

100 Gramm Himbeeren decken rund ein Viertel des täglichen Vitamin-C-Bedarfs. Sie enthalten reichlich Ballast­stoffe, Kalium und vergleichs­weise wenig Zucker – nur fünf Gramm pro 100 Gramm. Zu Tee aus getrock­neten Himbeerblättern raten Naturheil­kundler bei Entzündungen im Rachen

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Waren­kunde: Die edle Heidel­beere

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Das auch Blau- oder Bick­beere genannte Heidekrautgewächs gedeiht wild vor allem in Nadelwäldern. Schale und Frucht­fleisch der Wild­beeren Vaccinium myrtillus färben Zunge und Zähne blau – im Gegen­satz zur Kulturheidel­beere Vaccinium corymbosum, die hell­fleischig, etwas größer und weniger aromatisch ist.

Zweierlei Sorten

Kulturheidel­beeren kommen vorwiegend als Frisch­ware in den Handel, Wildheidel­beeren sind tiefgekühlt etwa aus Osteuropa erhältlich. Die frischen Beeren im Test sind aus Chile und Peru.

Ab Juni Saison

Heimische Heidel­beeren kommen oft aus der Lüneburger Heide, Saison haben sie von Juni bis Anfang Oktober. In den Wintermonaten stammen sie aus Südamerika, vereinzelt aus Spanien. Die geernteten empfindlichen Früchte werden nur abge­pustet oder leicht abge­braust. Sie behalten ihren charakteristischen weiß­lichen Belag.

Tipp: Wie Sie beim Essen Ihre persönliche Klima­bilanz verbessern können, verrät unser Special Klimafreundlich essen: So genießen Sie nachhaltig.

Gerb­stoffe satt

Gerb­stoffe und die für die Farbe der Beere verantwort­lichen Anthocyane sollen Verdauung und Herz-Kreis­lauf gut tun. Heidel­beertee wird in der Naturheil­kunde wegen des hohen Gerb­stoff­gehalts bei Durch­fall empfohlen.

Ratgeber der Stiftung Warentest

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