Wer nicht verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzu­geben, kann sein Geld vom Finanz­amt verzinsen lassen. Das gilt aber nur für die Steuerzahler, die mit einer Steuererstattung rechnen können, wie es zum Beispiel auf viele Arbeitnehme­rinnen und Arbeitnehmer zutrifft. Darum sind sie mit den Steuerklassen I und IV auch nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzu­geben. Sie können das aber freiwil­lig tun.

Wer die Abgabe bis zur Fest­setzungs­frist – im Allgemeinen sind das vier Jahre – hinaus­zögert, kassiert Zinsen. Bis Ende 2020 geht das etwa mit der Steuererklärung für das Jahr 2016.

Bei Ausreizen der vier Jahre werden 33 Monate plus Bearbeitungs­zeit beim Finanz­amt mit 0,5 Prozent pro Monat verzinst. Ab 15 Monaten gilt eine Karenz­zeit für die Verzinsung. Umge­rechnet auf vier Jahre Anlagedauer ergibt das rund 4 Prozent Rendite pro Jahr. Wichtig: Auch die Zinsen unterliegen der 25-prozentigen Kapital­ertrag­steuer.

Tipp: Hilfen zur Steuererklärung finden Sie in unserem Special Steuererklärung 2019.

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