Freistellungsauftrag Meldung

Was passiert, wenn ich meine Freistellungsaufträge nicht an die neuen Grenzen anpasse?

Erst einmal gar nichts. Denn grundsätzlich kommt es nicht auf die Summe der einzelnen Freistellungsaufträge an, sondern auf die tatsächlichen Kapitaleinkünfte. Deren Summe melden die Finanzinstitute für 2004 per Kontrollmitteilung ans Finanzamt. Bleibt sie unter dem Limit von 1 421 Euro (Ehepaare 2 842 Euro, inklusive Werbungskostenpauschale), passiert nichts.

Allerdings werden Ihre Freistellungsaufträge im Bundesamt für Finanzen gesammelt, und das kann unangenehme Konsequenzen haben. Übersteigt die Summe den Sparerfreibetrag, kann das Bundesamt Ihr Finanzamt informieren. Die Beamten werden dann Einzelnachweise über alle Kapitaleinkünfte verlangen. Das macht Arbeit. Und ist auf diese Weise erst mal Misstrauen geweckt, werden die Beamten nicht nur Ihre künftigen Kapitalerträge im Auge behalten, sondern möglicherweise auch Geldanlagen zurückliegender Jahre unter die Lupe nehmen. Ohne Not sollte sich das niemand antun.

Wichtig: Haben Sie nur einen Freistellungsauftrag über das komplette Volumen von bisher 1 601 Euro (Ehepaare 3 202 Euro) erteilt, passt die Bank den Betrag automatisch an. Nur bei mehreren Aufträgen muss jeder einzelne korrigiert werden.

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