Operationsmethoden: Die Gebärmutter bleibt erhalten

Welches Operationsverfahren gewählt werden sollte, hängt von individuellen Faktoren ab. Drei Operationsmethoden zur Myomtherapie, bei denen die Gebärmutter erhalten bleibt, sind in der Gynäkologie seit längerem bekannt. Sie sind mit den üblichen Operationsrisiken und einem längeren Krankenhausaufenthalt verbunden. Die neue Ultraschalloperation erfolgt ambulant.

Bauchschnitt: Vorwiegend bei in der Gebärmutterwand sitzenden Myomen (intramuralen) sowie bei größeren oder schwer zugänglichen Knoten – meist auch bei großen Myomen.

Schlüsselloch-Chirurgie: Werden die Instrumente vom Nabel aus eingeführt, spricht man von der Laparoskopie. Sie bietet sich bei außen aufsitzenden Myomknoten (subserösen) an.

Hysteroskopie, der Zugang durch die Scheide: Das Verfahren ist führend, wenn Myome innerhalb der Gebärmutter in der Schleimhaut sitzen.

Ultraschallmethode: Mit hochener­getischem Ultraschall werden die Myome zerstört – von außen ohne irgendeinen chirurgischen Schnitt und unter Bildkontrolle durch die Magnet-Resonanz (Kernspin)Tomographie (MRT).

Die ersten Patientinnen wurden im Rahmen einer Studie an der Charité behandelt. Operiert wird jetzt auch außerhalb von Studien. Die Operation dauert zwischen zwei und drei Stunden. Danach können die Patientinnen nach Hause gehen – sie sollen zwar wegen des eingenommenen Beruhigungs- und Schmerzmittels am Behandlungstag nicht mehr mit dem Auto fahren, arbeitsunfähig wären sie aber nicht.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1852 Nutzer finden das hilfreich.