Kopierschutzsysteme auf DVDs, die das Erstellen von Privatkopien behindern, sind unzulässig. So entschied das Pariser Berufungsgericht. Begründung: Verbraucher, die eine DVD erwerben, haben schließlich beim Kauf für Privatkopien eine Lizenzgebühr bezahlt.

Geklagt hatte UFC-Que Choisir, eine französische Verbraucherorganisation. Eine Privatperson wollte einen Film von DVD auf VHS-Kassette kopieren, um ihn bei ihrer Mutter anzusehen, die keinen DVD-Spieler besitzt. Das vereitelte der Kopierschutz. UFC-Que Choisir meint, dass dieses Urteil zu einem Verbot von Kopierschutzmaßnahmen bei DVDs und CDs führen kann. Ob es Auswirkungen auf die deutsche Rechtsprechung hat, bleibt abzuwarten.

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