Fragen zur Gesundheitsreform Meldung

Clara ist aus ihrem Fortbildungsurlaub zurück. Unermüdlich beantwortet die virtuelle Agentin unter www.die-gesundheitsreform.de jetzt wieder Fragen zur gesetzlichen Krankenversicherung. Flirtversuche weist Clara zurück. „Sie wissen doch: Das geht nicht, denn ich bin virtuell, und Sie sind real“, sagt sie enttäuschend nüchtern. Bei Fragen zum Thema jedoch bleibt sie die Antwort nur selten schuldig. Eine spezielle Software mit einem ausgeklügelten System von Regeln analysiert die Frage und ermittelt die passende Antwort - meistens jedenfalls.

Bei Bedarf Chat mit echtem Experten

Die Programmierer des Gesundheitsministeriums haben Clara rund 1 800 fachspezifische Regeln für Fragen und Antworten rund um die Gesundheitsreform mit auf den Weg gegeben. 960 allgemeine Regeln sorgen dafür, dass Clara auch bei höflichem Smalltalk noch mithalten kann. Wenn Clara mal nicht mehr weiter weiß, kann sie den Fragesteller gleich zum Chat mit einem echten Experten schicken.

Immer mehr Wissen

Dabei ist die jüngste Mitarbeiterin im Gesundheitsministerium nicht nur kompetent und freundlich, sondern auch noch belastbar. Bei ihrem ersten Einsatz im Februar führte sie innerhalb von drei Wochen fast 17 000 Gespräche mit durchschnittlich zehn Fragen. Bis zu 95 Fragesteller gleichzeitig bediente Clara. Dann allerdings kam noch mal ein Schwung von Änderungen zur Gesundheitsreform. Das Ministerium schickte Clara zur Weiterbildung. Jetzt ist sie wieder auf dem aktuellen Stand.

Falsche Antwort zu Freibeträgen

Zumindest bei einem Thema liegt Clara allerdings nach wie vor falsch: Den Kinderfreibetrag für die Ermittlung der Belastungsgrenze bei Zuzahlungen gibt sie mit 3 648 Euro an, obwohl laut Gesetz 5 808 Euro zu gewähren sind. Mit diesem Fehler ist Clara allerdings in guter Gesellschaft. Auch ihre realen Kollegen geben den Kinderfreibetrag zu niedrig an.

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