Bernd S., München: Ich habe gelesen, dass Ehrenamtliche einen neuen Freibetrag von 500 Euro im Jahr bekommen können. Für welche Jobs gibt es diesen Freibetrag und was ist der Unterschied zur Übungsleiterpauschale?

Finanztest: Anspruch auf den neuen Freibetrag von 500 Euro haben Sie, wenn Sie beispielsweise in einem gemeinnützigen Verein ehrenamtlich als Vorstandsmitglied, in der Buch­haltung oder als Platzwart tätig sind. Zahlt Ihnen der Verein eine Aufwandsentschädigung, ist diese bis 500 Euro im Jahr steuerfrei.

Die Übungsleiterpauschale ist höher und die Vorgaben sind strenger. Die Pauschale ist rückwirkend zum 1. Januar 2007 von 1 848 Euro auf 2 100 Euro angehoben worden. Anspruch auf diesen Freibetrag für Nebeneinkünfte haben diejenigen, die neben ihrem Hauptberuf beispielsweise als Ausbilder, Betreuer oder Pfleger für eine öffentlich-rechtliche oder gemein­nützige Einrichtung tätig sind.

Wenn also jemand einmal in der Woche den Kirchenchor leitet oder beim Roten Kreuz als Ausbilder für Ersthelfer beschäftigt ist, kann er Einkünfte bis 2 100 Euro steuerfrei bekommen. Die Arbeitszeit darf höchstens ein Drittel einer Vollzeittätigkeit ausmachen – sonst gilt das ­Engagement nicht mehr als Nebenberuf.

Wer die Übungsleiterpauschale nutzt, kann in der Steuererklärung nicht noch zusätzlich den neuen Freibetrag von 500 Euro nutzen.

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