Ich pflege meine Mutter daheim in ihrer Wohnung. Kann ich mit meinen Pflegekosten Steuern sparen?

Finanztest: Ja, aber nicht immer. Am leichtesten bekommen Sie Steuerersparnisse, wenn Ihre Mutter die Pflegestufe III oder einen Schwerbehindertenausweis mit dem Buchstaben H hat. Dann können Sie einen Pflegepauschbetrag von 924 Euro im Jahr in der Steuererklärung beantragen. Sie erhalten ihn voll, auch wenn Sie die Mutter nicht das ganze Jahr pflegen.

Alternativ können Sie Ausgaben für Medikamente, Fahrten zur Mutter und anderen Pflegekosten mit Belegen nachweisen. Das lohnt sich, wenn sie höher als der Pauschbetrag und die zumutbaren Belastung sind, die das Finanzamt von solchen Ausgaben abzieht. Die zumutbare Belastung hängt vom Familienstand, der Kinderzahl und Ihren Einkünften ab. Sie kann hundert, aber auch mehrere Tausend Euro betragen.

Hat Ihre Mutter die Pflegestufe I oder II müssen Sie Ihre Pflegekosten immer nachweisen, wenn Sie Steuern sparen wollen. Das lohnt sich wieder nur, wenn sie über der zumutbaren Belastung liegen.

Als Beleg ist beim Finanzamt ein Bescheid über die Pflegestufe oder ein Schwerbehindertenausweis mit dem Buchstaben H nötig.

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