Mark M., Hannover: Bevor ich in einem Onlineshop bestelle, schaue ich in dessen Geschäftsbedingungen. Was muss ich von Firmen halten, die keine AGB haben?

Finanztest: Das Fehlen von allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ist kein Mangel. Denn nötig sind sie bei einfachen Geschäften wie dem Onlinekauf nur, wenn Unternehmen zum eigenen Nutzen von den kundenfreundlichen gesetzlichen Regelungen abweichen wollen. Auch die Stiftung Warentest vertreibt ihre Hefte und Bücher online, ohne AGB aufzuführen.

Keinesfalls verzichten dürfen Onlineshops hingegen auf die Angabe ihrer Firmendaten. Ebenfalls wichtig: Im Netz müssen Anbieter die Preise inklusive aller Steuern angeben und über das vierzehntägige Widerrufsrecht beim Kauf aus der Ferne umfassend informieren.

Die Rückgabefrist beginnt mit Erhalt der Ware – aber nur dann, wenn der Händler ­ordentlich darüber informiert hat. Fehlt die Widerrufsinformation, kann der Kunde die Ware auch noch viel später ohne Begründung zurück­schicken und sein Geld ­zurückverlangen.

Tipp: Fragen Sie beim Anbieter nach, wenn Sie mit AGB rechnen, diese aber nicht finden. Schon die Schnelligkeit und Klarheit der Antwort gibt Ihnen Hinweise auf die Seriosität des Shops. Fehlen die grundlegenden Informationen über den Anbieter oder finden Sie als Kontakt auf der Homepage nur eine Faxnummer, spricht das für ein unseriöses Unternehmen.

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