Peter B., Osnabrück:
Stimmt es, dass sich Rürup-Rentenversicherungen für Selbstständige nicht ­besonders lohnen?

Finanztest:
Ja. Denn Selbstständige müssen später von Rürup-Renten viel beim ­Finanzamt abrechnen.

Dieses Jahr sind schon 50 ­Prozent steuerpflichtig. Für ­jeden neuen Rentnerjahrgang kommen 2 Prozent dazu. Wer im Jahr 2010 die erste Rürup-Rente erhält, muss 60 Prozent beim Finanzamt abrechnen. Für die Einzahlung gibt es lange nur geringe Steuervorteile und die Selbstständigen geben dafür andere auf.

Ohne Rürup-Vertrag rechnen sie ihre Versicherungsbeiträge erst einmal weiter nach altem Recht ab und erhalten den Höchstbetrag von 5 069 Euro für Policen wie Kranken-, Pflege-, Berufsunfähigkeits- und Lebensversicherungen.

Mit Rürup-Versicherung erkennt das Finanzamt dagegen für solche Versicherungen ­maximal 2 400 Euro an. Dazu kommen 60 Prozent vom Rürup-Beitrag. Beträgt er 10  000 Euro, steigt der Versicherungsabzug um 6 000 Euro auf 8 400 Euro. Das sind nur 3 331 Euro mehr als ohne Rürup-Vertrag. Der absetzbare Betrag wird in den nächsten 20 Jahren nur sehr langsam steigen.

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