Frage + Antwort Riester-Beitrag in Elternzeit vergessen

0

Andreas Witt, Braunschweig: Meine nicht berufstätige Frau hat im August 2003 ein Kind bekommen. Danach hätte sie drei Jahre lang 60 Euro Eigenbeitrag für ihren Riester-Vertrag zahlen müssen, um die Riester-Zulage zu bekommen. Das wussten wir nicht. Ist das Geld jetzt futsch?

Finanztest: Ja, für Ihre Frau ist die Zulage dieser drei Jahre futsch. Sie ging davon aus, dass sie als nicht Berufstätige immer „mittelbar“ über Sie gefördert wird und nie einen eigenen Beitrag leisten muss, um die volle staatliche Zulage zu erhalten. Mit der Geburt eines Kindes hatte sie für 36 Monate aber den Status einer „unmittelbar Förderfähigen“.

In der Elternzeit war Ihre Frau pflichtversichert in der gesetzlichen Rentenversicherung. Pflichtversicherte müssen mindestens 60 Euro Beitrag pro Jahr für die volle Zulage leisten, auch wenn sie nichts verdienen. Vielleicht kann sie ihrem Anbieter einen Beratungsfehler nachweisen. Sie als Vater könnten zudem versuchen, Ihre Zulagenanträge für 2004 und 2005 über Ihren Anbieter noch einmal aufzurollen, um wenigstens die Kinderzulage in Ihrem Vertrag zu nutzen. Ihre Frau sollte die 60 Euro Beitrag nicht vergessen, wenn sie noch ein Kind bekommt.

0

Mehr zum Thema

  • Alters­vorsorge für Frauen So sichern Sie sich eine angemessene Rente

    - Sparen hilft, um im Alter nicht arm zu sein. Doch Frauen sollten sich in Sachen Alters­vorsorge noch breiter aufstellen. Sie machen zu Hause die meiste Arbeit, riskieren...

  • Riester-Rente im Über­blick Versicherung, Sparplan, Fonds­police

    - Trotz hoher staatlicher Förderung sorgt Riester bei vielen Sparenden für Frust. Die Stiftung Warentest erklärt, ob ein Abschluss jetzt über­haupt noch sinn­voll ist.

  • Riester-Auszahlungen Geld oder Rente – so entscheiden Sie richtig

    - Sparer mit Riester-Vertrag müssen am Ende entscheiden, wie sie ihr Kapital in der Auszahl­phase nutzen möchten. Eine klassische Rente ist nicht immer die beste Option.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.