Christoph M., Berlin: In den vergangenen Jahren habe ich die Unterhaltszahlungen an meine Exfrau nicht komplett als Sonderausgaben abgerechnet. Kann ich rückwirkend noch den vollen ­Unterhalt geltend machen?

Finanztest: Ja. Wenn Ihre ­Exfrau zustimmt, können Sie den Betrag für Unterhalt nachträglich erhöhen, auch wenn der Steuerbescheid bereits bestandskräftig ist. Das hat auch der Bundesfinanzhof in einem aktuellen Urteil bestätigt (Az. XI R 32/05).

Pro Jahr können Unterhaltspflichtige derzeit Zahlungen von maximal 13 805 Euro an ihre früheren Partner als Sonderausgaben absetzen. Dazu muss der Empfänger auf der Anlage U zur Steuererklärung unterschreiben, dass er den Unterhalt versteuert.

Nach dem Urteil des BFH ist es zwar verboten, den Betrag für den Unterhalt nachträglich zu verringern, nicht aber, ihn zu erhöhen.

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