Heinz M. aus Hannover: Wir haben in unseren Diesel-Pkw nachträglich einen Rußpartikelfilter einbauen lassen. Trotzdem hat uns das Finanzamt nicht den dafür angekündigten Steuer­vorteil gewährt. Kann das sein?

Finanztest: Ja, das kann passieren. Den Steuervorteil von bis zu 330 Euro für den Einbau des Rußpartikelfilters kann das Finanzamt nur ­gewähren, wenn der Einbau in den Fahrzeugpapieren registriert ist. Womöglich ist das in ­Ihrem Fall nicht geschehen. Fehlt die Eintragung, geht das Finanzamt davon aus, dass Sie für Ihr Diesel-Fahrzeug von April 2007 bis Ende März 2011 bei der Kfz-Steuer einen Aufschlag von 1,20 Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum zahlen müssen.

Sie bekommen automatisch einen neuen, zu Ihren Gunsten geänderten Steuerbescheid, wenn Sie die Papiere bei der Kfz-Zulassungsstelle ändern lassen. Dafür kann allerdings eine Verwaltungsgebühr anfallen. Neben den Fahrzeugpapieren müssen Sie dort eine Hersteller- oder Nachrüstungsbescheinigung für den Filter vorlegen. Die Zulassungsstelle leitet die geänderten Daten dann an das Finanzamt weiter.

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