Torsten K., Uelzen: Ich erhielt meine Kontoauszüge an einem Freitag per Post und entdeckte darauf eine falsche Lastschrift, die ich gleich wieder rückgängig machen wollte. Das war erst am Montag möglich, genau sechs Wochen nach dem Buchungstag. Was wäre gewesen, wenn die Sechs-Wochen-Frist zur Rückgabe von Lastschriften verstrichen gewesen wäre?

Finanztest: Nichts, Sie hätten trotzdem noch reklamieren können. Salopp gesagt ist die Sechs-Wochen-Frist ein verbreitetes Missverständnis. Zwar haben viele Banken Anfang 2003 ihre Geschäftsbedingungen geändert und festgelegt, dass der Kunde unberechtigte Lastschriften spätestens nach sechs Wochen melden muss. Aber die Frist beginnt nicht mit Datum der Buchung, sondern sechs Wochen nach ­Zugang des meist vierteljährlichen Rechnungsabschlusses. Die sechs Wochen nach Buchung gelten nur, wenn eine Einzugsermächtigung vorlag und nur die Höhe des abgebuchten ­Betrags strittig ist. War die ganze Abbuchung unberechtigt, können Sie auch nach den sechs Wochen noch reklamieren.

Tipp: Kontrollieren Sie Ihre Kontoauszüge trotzdem alle ein bis zwei Wochen, dann müssen Sie sich nicht mit der Bank streiten.

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