Werner S., Haltingen:

Kann ich Krankenkassen­beiträge sparen, indem ich mir meine Betriebsrente statt monatlich halbjährlich oder sogar jährlich auszahlen ­lasse? Dadurch würde der Zahlbetrag in dem Auszahlungsmonat über die Beitragsbemessungsgrenze ­steigen – und für alles, was drüberliegt, kann die Kasse doch keinen Beitrag verlangen.

Finanztest:

Das klingt pfiffig, funktioniert aber nicht. Bei laufenden Versorgungsbezügen, also zum Beispiel ­Betriebsrenten oder Renten berufsständischer Versorgungswerke, gelten immer die monatlichen Zahlbeträge und Bemessungsgrenzen – auch bei jährlicher Auszahlung.

Werden die eigentlich monatlich fälligen Zahlungen zusammengefasst, verwandeln sie sich nämlich rechtlich trotzdem nicht in Einmal­zahlungen.

Tatsächlich zahlen manche Stellen schon heute die ­monatlichen Bezüge in grö­ßeren Abständen aus, weil manche Betriebsrenten aufgrund kurzer Betriebszugehörigkeit sehr gering sind.

Wenn Sie eine „echte“ Einmalzahlung erhalten, zum Beispiel die Auszahlung aus einer Direktversicherung, müssen Sie so viel Kassen­beitrag zahlen, als würden Sie zehn Jahre lang jeden Monat 1/120 der Einmalzahlung als Rente erhalten.

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