Wilfried Röhm, Waldburg:

Ich habe Geld bei der österreichisch-türkischen Vakifbank zusammen mit meiner Frau auf ­einem gemeinschaftlichen Sparkonto angelegt. Nun habe ich gelesen, dass im Fall einer Pleite der Vakifbank bei einem Gemeinschaftskonto nicht nur 20 000 Euro, sondern 40 000 Euro ­abgesichert wären. Ist das so richtig?

Finanztest:

Ja. Das Einlagensicherungssystem der Österreicher und auch das der Niederländer gilt pro Bank und Anleger. Unabhängig von der Zahl der Konten und Einlagen, die Sie bei einer Bank haben, sind im Fall einer Pleite pro Bank und Kunde einmalig 20 000 Euro über den ­jeweiligen ausländischen Sicherungsfonds ­abgesichert. Da ein Gemeinschaftskonto zwei Kontoinhaber hat, ist das Konto folglich ­insgesamt mit 40 000 Euro abgesichert.

Die Beschränkung des Schutzes auf 20 000 Euro pro Sparer bei diesen ausländischen Banken können Anleger im übrigen nicht umgehen, ­indem sie bei ihrer Bank ein zweites Konto ­eröffnen oder dort zwei verschiedene Sparformen wählen, etwa Festgeld und Tagesgeld.

Tipp: Einige österreichische und niederländische Banken bieten immer wieder attraktive Zinsen für Fest- und Tagesgeld.

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