Frage und Antwort Meldung

Georg Richerzhagen und seine Familie. Für seine Altersvorsorge spart der Geschäftsführer mit Riester-Rente und einer Betriebsrente. Das reicht in etwa fürs Alter.

Georg Richerzhagen, Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens: Gehen Sie bei Ihren Berechnungen zur Rentenlücke immer davon aus, dass im Alter 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens zur Verfügung stehen sollen und was bedeutet dies für mich?

Finanztest: Bei Rentnern fallen viele Ausgaben weg, die sie im Berufsleben hatten, etwa der Kredit für Haus oder Wohnung. Auf der anderen Seite kommen Ausgaben hinzu: Beispielsweise für Gesundheit und Wellness. Insgesamt kann man jedoch damit rechnen, im Alter weniger Geld zu brauchen als im Arbeitsleben. Wir gehen bei unserer Berechnung der Rentenlücke davon aus, dass im Alter 80 Prozent des letzten Nettogehalts vor Beginn des Ruhestandes zur Verfügung stehen sollte (siehe Test: Der Altersvorsorgecheck). So kalkuliert auch unser Rentenlückenrechner, mit dem sich jeder seine individuelle Lücke zwischen diesem Geldbedarf und der gesetzlichen Nettorente selbst ausrechnen kann ( www.test.de/rentenluecke). Allerdings muss jeder selbst entscheiden, ob ihm 80 Prozent seines letzten voraussichtlichen Nettogehalts ausreichen. Andererseits: Bei weit überdurchschnittlichem Einkommen, so wie in Ihrem Fall, sind 80 Prozent des geschätzten Nettoendgehalts womöglich zu viel. 60 Prozent können dann sogar ausreichen. Und die Rentenlücke verringert sich entsprechend.

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