Frage und Antwort Meldung

Michael Baumann, Freiburg: Ich gebe überschüssigen Strom aus meiner Solaranlage an das öffentliche Netz ab. Gelte ich damit als Strom herstellender Unternehmer und bekomme Vorsteuern erstattet?

Finanztest: Das hängt von der Größe Ihrer Anlage ab. Die Finanzverwaltung stuft den Verkauf von Solarstrom als unternehmerische Tätigkeit ein, wenn die Solaranlage so groß ist, dass ihr Betreiber dauerhaft überschüssigen Strom in das allgemeine Stromnetz einspeisen kann. Wurde die Anlage groß genug geplant und gebaut, hat der Produzent gute Argumente, um Vorsteuern aus den Herstellungskosten und den laufenden Aufwendungen geltend zu machen.

Dient die Solaranlage vorrangig der eigenen privaten Stromversorgung, gilt der Betreiber der Anlage in diesem Zusammenhang nicht als Unternehmer und er hat im Streitfall keine Chance, eine Vorsteuererstattung durchzusetzen (USt-Kartei BaWÜ S zu § 2 Abs.1 UStG, S 7104, Karte2).

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