Karsten Wolter aus Frank­furt am Main: Unter welchen Umständen können sich Vater und Mutter die Kinder­erziehungs­zeiten, die für die gesetzliche Rente zählen, unter­einander aufteilen?

Finanztest: Die Renten­versicherung weist zunächst die Mutter darauf hin, dass sie Anspruch auf drei Jahre Erziehungs­zeit für ein Kind hat. Sie macht die Mutter zugleich darauf aufmerk­sam, dass beide Eltern über­einstimmend erklären können, dass die Erziehungs­zeit dem Vater zuge­ordnet werden soll, wenn er das Kind in dieser Zeit „über­wiegend“ erzieht. Sie und Ihre Frau können die drei Jahre unter­einander aufteilen, wenn die „über­wiegende“ Erziehung von einem zum anderen Eltern­teil wechselt. Dafür reicht eine schriftliche Mitteilung an die Renten­versicherung.

Für die Erziehung Ihrer Tochter bekommen Ihre Frau und Sie zusammen – oder einer von Ihnen – drei Renten­punkte, sogenannte Entgelt­punkte. Sie bringen derzeit ein monatliches Rentenplus von gut 84 Euro. Zusätzlich erhalten Beschäftigte, die für diese Arbeit weniger als einen Entgelt­punkt erwerben, eine Renten­gutschrift.

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