Siegfried R., Köln: Ich bin Rentner und möchte für meine Tochter eine Rentenversicherung abschließen. Erkennt das Finanzamt bei mir die Beiträge an, obwohl meine Tochter im Alter die Rente erhält?

Finanztest: Nein, dieses Steuerspar­modell kommt nur für andere Versicherungen infrage.

Geht es um einen Riester-Vertrag oder eine Rürup-Rentenversicherung kann nur Ihre Tochter die Beiträge als Sonderausgaben absetzen. Sie muss sie selbst zahlen und Versicherungsnehmerin sein. Sonst erhält sie keine Steuervorteile und Zulagen. Beiträge für private, nicht geförderte Rentenversicherungen erkennt das Finanzamt gar nicht an.

Sie können aber Policen wie Berufsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherungen für Angehörige abschließen und bezahlen. Steuerersparnisse bringen Ihnen die Beiträge vor allem, wenn Sie Ihre eigenen Versicherungen nach den Regeln abrechnen, die es schon vor 2005 gab. Dann zählen beim Finanzamt Vorsorgeaufwendungen bis 5 736 Euro im Jahr. 11 472 Euro sind es, wenn Ihre Frau ebenfalls Rentnerin ist.

So hohe Beträge geben Rentner für ihren Versicherungsschutz meist nicht aus. Oft ist deshalb noch Spielraum für Policen, die sie für Angehörige abschließen.

Steuern sparen Sie aber nur, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen höher als der Grundfreibetrag von 7 834 (nächstes Jahr: 8 004) Euro im Jahr ist. Sind Sie verheiratet, muss es über 15 669 (nächstes Jahr: 16 009) Euro liegen. Nur dann zahlen Sie Steuern und nur dann können Sie welche sparen.

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