Frage und Antwort Meldung

Anke L. aus Berlin: Mein Lebensgefährte und Vater meines Kindes hat einen Riester-Vertrag bei der Ergo. Die Versicherungsgesellschaft weigert sich, seinen Antrag auf Kinderzulage an die Zulagenstelle weiterzuleiten, weil er als unverheirateter Vater keinen Anspruch auf die Zulage habe. Ist das korrekt?

Finanztest: Nein, die Argumentation ist falsch. Es kommt bei der Riester-Kinderzulage nicht darauf an, ob die Eltern des Kindes verheiratet sind. Entscheidend ist, an wen das Kindergeld ausgezahlt wird. Wird das Kindergeld an den Vater ausgezahlt, hat er Anspruch auf die Kinderzulage. Geht das Kindergeld allerdings an die Mutter, kann sie die Kinderzulage nicht auf den Vater übertragen. Das geht auch dann nicht, wenn sie selbst keinen Riester-Vertrag hat.

Finanztest hat bei der Ergo nachgefragt. Die Versicherungsgesellschaft hat Abhilfe versprochen: „Wir werden dafür sorgen, dass das Kind in den Vertrag aufgenommen wird und die Zulagenstelle in Kenntnis setzen.“

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