Norbert W., Bad Liebenzell: Bei Pleiten von Groß­banken sollen nach dem Willen der EU-Finanz­minister künftig Guthaben, die über der gesetzlich geschützten Grenze von 100 000 Euro liegen, zur Rettung heran­gezogen werden. Tritt der Sicherungs­fonds des Bundes­verbands deutscher Banken, der Einlagen in Millionenhöhe schützt, für solche Verluste ein?

Finanztest: Ja, wenn die Bank Mitglied im freiwil­ligen Sicherungs­fonds des Bundes­verbands deutscher Banken ist, bekommen Anleger Verluste ab 100 000 Euro inklusive Zinsen bis zur vereinbarten Sicherungs­grenze aus dem Fonds ersetzt. Laut Gesetz ist ein Eingriff in eine Forderung, die ein Kunde im Entschädigungs­fall hat, ausgeschlossen (§ 12 Kredit­institute-Reorganisations­gesetz).

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