Wolfgang W., Berlin: Ich bin in der Freistellungsphase meiner Altersteilzeit. Meine Firma ist insolvent. Nun soll ich nur noch 50 Prozent Gehaltsanteil bekommen, keine 32 Prozent Aufstockung mehr. Darf das sein?

Finanztest: Ja, das darf sein. Ihr Arbeitgeber hat Ihr Guthaben offenbar nur bis zur gesetzlichen Mindesthöhe Ihrer tatsächlich erarbeiteten Zeit abgesichert. Er war nicht verpflichtet, dies auch für den Aufstockungsbetrag zu tun. Nur ausnahmsweise sichern Arbeitgeber auch diese Zusatzbeträge ab. Trotzdem sollten Sie Ihre Ansprüche daraus beim Insolvenzverwalter anmelden. Vielleicht bekommen Sie wenigstens einen Teil.

Guthaben von Altersteilzeitlern sind oft gar nicht geschützt. Arbeitgeber müssen das zwar bei allen Arbeitnehmern tun, die seit dem 1. Juli 2004 in Altersteilzeit gegangen sind. Viele machen es dennoch nicht. Wer in Altersteilzeit geht, sollte sich deshalb die Sicherungsvereinbarung zeigen lassen und regelmäßig nachfragen, ob sie noch gilt.

War ein Guthaben nicht abgesichert, geht ein Altersteilzeitler in der Freistellungsphase nach der Pleite leer aus. Er kann dann nur noch hoffen, Geld aus der Insolvenzmasse zu bekommen, sofern dort noch etwas vorhanden ist.

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