Frage und Antwort Meldung

Heinz L., Essen: Ich habe in Finanz-test gelesen, dass viele ältere Anleger für Einkünfte aus Zinsen, Dividenden und Verkaufsgewinnen ab 2009 den Altersentlastungsbetrag nicht mehr nutzen können. Erhalten ihn wirklich nur noch Leute, die inklusive Kapitaleinkünfte weniger als 15 000/30 000 Euro (Alleinstehende/Ehepaare) im Jahr versteuern?

Finanztest. Nein, der Kreis ist nicht ganz so klein. Sie können vom Altersentlastungsbetrag in der Jahressteuerabrechnung auch dann weiter profitieren, wenn das Jahreseinkommen, das Sie ohne Kapitaleinkünfte versteuern müssen, unter 15 000/30 000 Euro (Alleinstehende/Ehepaare) im Jahr liegt.

Beispiel: Ein Witwer muss im Jahr 2009 9 000 Euro Rente versteuern und dafür 216 Euro Steuern zahlen. Zusätzlich hat er nach Abzug des Sparerpauschbetrags von 801 Euro im Jahr 10 000 Euro Zinseinkünfte. Dafür zahlt die Bank 2 500 Euro (25 Prozent) Abgeltungsteuer an das Finanzamt.

Der Steuerabzug beträgt auf diese Weise 2 716 Euro. Gibt der Mann seine Zinsen in der Steuererklärung an, prüft das Finanzamt, ob der reguläre Steuertarif mit Altersentlastungsbetrag für das gesamte Einkommen günstiger ist: Die 10 000 Euro Zinsen werden um 1 900 Euro Altersentlastungsbetrag gekürzt (Höchstbetrag für vor dem 2. Januar 1941 Geborene). Es bleiben 8 100 Euro, sodass mit der Rente insgesamt 17 100 Euro zu versteuern sind. Dafür sind nur 2 077 Euro Steuern fällig. Das Finanzamt vergütet dem Witwer 639 (2 716 – 2 077 ) Euro.

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