Frage und Antwort Meldung

Ulrike Sindlinger hat zwei Jobs: Sie ist angestellte Grafikerin und verdient sich in diesem Beruf nebenher noch etwas hinzu. Für ihre Honorare muss sie keine Beiträge an die gesetzliche Renten­versicherung zahlen.

Ulrike Sindlinger, Grafikerin aus Berlin: Ich bin angestellt und verdiene neben­beruflich auf Honorarbasis noch etwas hinzu. Verringert mein Neben­job später meine Rentenlücke?

Finanztest: Nein. Sie zahlen für Ihren Neben­verdienst ja auch keinen Beitrag an die gesetzliche Renten­versicherung und müssen dies auch nicht. Beitrags­pflichtig ist nur das Gehalt, das Sie als Angestellte bekommen.

Anders wäre es, wenn Sie nebenbei in einem Job arbeiteten, in dem auch Selbst­ständige in der gesetzlichen Renten­versicherung pflicht­versichert sind, etwa als Lehrerin oder Heb­amme.

Eine angestellte Lehrerin, die nebenbei noch freiberuflich in ihrem Beruf arbeitet, muss auf den Neben­verdienst den vollen Renten­versicherungs­beitrag von 19,9 Prozent zahlen. Das gilt, sobald der Neben­verdienst höher als 400 Euro im Monat ist, sagt die Deutsche Renten­versicherung Bund.

Wir haben bei Ihnen eine Rentenlücke von 175 Euro berechnet. Dies ist die Differenz zwischen Ihrem voraus­sicht­lichen letzten Netto­verdienst vor Renten­beginn und Ihrem Einkommen als Rentnerin. Sie sollten prüfen, ob Sie einen Teil Ihres Neben­verdienstes verwenden können, um zusätzlich fürs Alter zu sparen.

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