Frage und Antwort Meldung

Helmut K. aus Berlin: Im Jahr 2011 musste ich berufs­bedingt einen Zweit­wohn­sitz in Wolfs­burg nehmen. Die Miete für die zweite Wohnung und die wöchentlichen Heim­fahrten hat das Finanz­amt anerkannt, aber die Umzugs­kostenpauschale nicht. Warum nicht?

Finanztest: Die Umzugs­kostenpauschale bekommen Sie nur, wenn Sie Ihren Haupt­wohn­sitz verlegen. Für den beruflichen Umzug an einen Zweit­wohn­sitz können Sie aber Ihre Umzug­kosten einzeln nach­weisen. Dazu gehören Ausgaben für einen Makler und eine Spedition genauso wie die Kosten für Reno­vierung und Einrichtung der neuen Wohnung. Oben­drauf kommen die Kosten für die doppelte Haus­halts­führung, beispiels­weise die Verpflegungs­pauschalen für einen Zeitraum von drei Monaten.

Die Umzugs­kostenpauschale ist eine Besonderheit und wird ohne Beleg zusätzlich zu den nachgewiesenen Kosten gewährt, wenn der ganze Hausstand mitzieht. Das Finanz­amt will damit kleine Kosten erfassen, die mit der neuen Wohnung zusammenhängen und zum Beispiel für das Anpassen der alten Möbel oder Gardinen und das Anschließen des umge­zogenen Herds anfallen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 4 Nutzer finden das hilfreich.