Birgit Grube mietete einen Privatjet, um einen Rück­flug nach Deutsch­land zu erreichen. Die Kosten trägt nun sie.

Birgit Grube aus München: Nach dem Erdbeben in Neuseeland im Jahr 2010 war der Flughafen in der Stadt Christ­church gesperrt. Mit Freunden mietete ich einen Privatjet, um zum Flughafen der Stadt Auck­land zu kommen. Von dort startete eine Maschine nach Deutsch­land. Ich hatte Mehr­kosten von etwa 425 Euro. Mein Reiser­ücktritts­kosten-Versicherer URV zahlt nicht. Das Risiko Erdbeben sei in meinem Fall nicht versichert. Ist das korrekt? Der Versicherungs­schutz war Bestand­teil meiner Sparkassen Kreditkarte Gold.

Finanztest: Einige Reiser­ücktritts­kosten­versicherer bieten auch für den Fall des Reise­abbruchs oder bei einer Unter­brechung der Reise oder einer verspäteten Rück­kehr Schutz an. Bei Elementar­ereig­nissen wie einem Erdbeben am Urlaubs­ort erstattet der Versicherer dann zusätzliche Rück­reise­kosten und Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung.

Ihr Tarif bei der URV beinhaltet nach den uns vorliegenden Bedingungen aber nur einen Basis­schutz und nicht diese umfassenden Leistungen. Ihr Versicherer ist also nicht verpflichtet, Ihre zusätzlichen Rück­reise­kosten zu über­nehmen.

Übrigens ist der Reise­schutz bei vielen Kreditkarten unzu­reichend – das zeigt unser aktueller Test „Vorsicht vor dem Reise­schutz“ in Finanztest 07/2011. Umfassenderen Schutz bieten meistens separate Reiser­ücktritts­kosten­versicherungen mit Reise­abbruch-Zusatz­schutz (siehe Tabelle). Diese Verträge sind aber auch recht teuer.

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