Regina W., Bergen: Ich zahle meine Rundfunkgebühren seit Jahren per Einzugsermächtigung. Nun fordert mich die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) per Post auf, meine Daten für die Lastschrift zu prüfen und mit ­meiner Unterschrift zu bestätigen. Sie beruft sich dabei auf „bevorstehende rechtliche Änderungen“. Was verbirgt sich dahinter?

Finanztest: Die GEZ braucht Ihre Unterschrift, weil ab 1. November 2009 neue einheitliche Vorschriften für Lastschriften im europäischen Zahlungsverkehrsraum, kurz Sepa für englisch „Single ­Euro Payments Area“, gelten. Für Einzugsermächtigungen ist nun eine handschriftliche oder elektronische Unterschrift nötig. Die holt sich die GEZ bei ­allen Kunden, zu deren Konto es keine Unterschrift gibt. Wahrscheinlich werden auch noch andere Unternehmen, zum Beispiel Energieversorger, solche Briefe schicken.

Langfristig sollen alle bargeldlose Zahlungen europaweit gleichen Regeln unterliegen. Überweisungen sind bereits seit Januar 2008 vereinheitlicht (siehe Meldung Banken).

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