Paul A., Hamburg: Häufig berichtet ­Finanztest über Internetbetrügereien und erwähnt dabei den Bezahldienst Western Union. Ist dieses Unternehmen unseriös?

Nein, aber Betrüger nutzen die Dienste von Western Union gerne. Sie versprechen auf Verkaufsportalen im Internet günstige Ware, lassen sich eine Anzahlung über Western Union schicken und holen sie mit gefälschten Papieren ab. Dann sind sie weg.

Über Western Union können Sie Geld in kurzer Zeit in andere Länder schicken. Hilfreich ist das etwa dann, wenn Angehörige im Urlaub bestohlen wurden und Bargeld benötigen.

Bei Western Union oder bei einer Partnerstelle wie einer Postbank- oder Reisebankfiliale zahlen Sie das benötigte Geld ein und die Angehörigen können es kurz darauf am Urlaubsort abholen.

Der schnelle Transfer ist nicht billig, aber bequem. Für die Überweisung von 1 000 Euro nach Rom werden beispielsweise 40 Euro fällig, wenn Sie das Geld bei einer Postbank abgeben. Um das Geld abzuholen, benötigen Menschen im Ausland häufig nur ein Personaldokument.

Tipp: Bezahldienste wie Western Union oder Moneygram sollten Sie nur verwenden, wenn Sie den Empfänger des Geldes kennen. Informationen zu Betrugsmaschen beim Autokauf bietet die Internetseite www.sicherer-autokauf.de.

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