Frage und Antwort Geld fürs Laubharken?

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Frage und Antwort - Geld fürs Laubharken?
Rechen­aufgabe. Bei viel Laub aus Nach­bars Garten muss der manchmal zahlen. © Shutterstock

Im Herbst muss ich das Laub harken, das von den Bäumen des Nach­barn auf mein Grund­stück fällt. Darf ich dafür eine Entschädigung verlangen?

Ja, sie wird Laubrente genannt. Sie ist aber nur in Ausnahme­fällen möglich. Grund­sätzlich gilt: Mit Herbst­laub muss man sich abfinden, auch mit dem vom Nach­barn. Das ist nur dann anders, wenn zum Beispiel deutlich mehr Laub als üblich über den Zaun fällt. Verstopfen fremde Blätter, Nadeln und Zapfen mehr­fach die Dach­rinne oder muss der Betroffene wegen Laubfalls häufig kehren und sein Garagen­dach reinigen, kann er finanziellen Ausgleich vom Nach­barn verlangen. Vorher können beide über­legen, den Baum zu stutzen oder sogar zu fällen. Steht er unter Schutz, lässt sich das Laub nicht vermeiden. Dann kann der Betroffene Laubrente fordern. Aber nicht, wenn er wegen seiner Bäume sowieso reinigen muss und der zusätzliche Aufwand durch die Blätter aus Nach­bars Garten eher gering ausfällt.

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Antefix am 30.10.2015 um 10:48 Uhr
Zusatzfrage: Laubrente = Laubbläser?

Wer viel Arbeit hat, wird alsbald nach Erleichterung suchen und hier mit dem verhassten Lärm von Laubsaugern bzw. -gebläsen verbinden müssen. Bei jeder noch unausgesprochenen Vereinbarung unter Nachbarn sollte daher auch diese weitere Streitquelle bereinigt werden.