Frage und Antwort Meldung

Angela H. aus Hamburg: Ich bin seit zwei Jahren Abonnentin von Finanztest. Das Finanz­amt erkennt aber meine Ausgaben für das Abo nicht als Werbungs­kosten an, weil in Finanztest zu viele allgemeine Informationen stehen. Lohnt sich ein Einspruch?

Finanztest: Das kommt darauf an. Die Beamten erkennen nur Fach­zeit­schriften und Zeitungen für den Beruf als Arbeits­mittel an. Ein Einspruch ist also nur erfolg­reich, wenn der Sach­bearbeiter über­zeugt ist, dass Sie Finanztest fast nur aus beruflichen Gründen lesen. Das ist oft nicht einfach. Ein Bank­kaufmann, der beispiels­weise seine Ausgaben für das „Handels­blatt“ als Werbungs­kosten absetzen wollte, ist damit gescheitert. Begründung: Die Wirt­schafts­zeitung berichte auch über Politik oder Reise.

Auch die Notwendig­keit einer Zeit­schrift für Ihre Kapital­anlage wäre kein Argument. Sie können Kosten für die Geld­anlage wie Depot­gebühren oder Kreditzinsen nicht zusätzlich absetzen. Das gilt leider auch für das Finanztest-Abo. Die Ausgaben sind mit dem Sparerpausch­betrag von 801 Euro (1 602 Euro, Ehe- und gesetzliche Lebens­partner) abge­golten.

Tipp: Absetzen können Sie dagegen das jähr­liche Finanztest Spezial Steuern.

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