Frage und Antwort Finanztest-Abo absetz­bar?

3
Frage und Antwort - Finanztest-Abo absetz­bar?

Angela H. aus Hamburg: Ich bin seit zwei Jahren Abonnentin von Finanztest. Das Finanz­amt erkennt aber meine Ausgaben für das Abo nicht als Werbungs­kosten an, weil in Finanztest zu viele allgemeine Informationen stehen. Lohnt sich ein Einspruch?

Finanztest: Das kommt darauf an. Die Beamten erkennen nur Fach­zeit­schriften und Zeitungen für den Beruf als Arbeits­mittel an. Ein Einspruch ist also nur erfolg­reich, wenn der Sach­bearbeiter über­zeugt ist, dass Sie Finanztest fast nur aus beruflichen Gründen lesen. Das ist oft nicht einfach. Ein Bank­kaufmann, der beispiels­weise seine Ausgaben für das „Handels­blatt“ als Werbungs­kosten absetzen wollte, ist damit gescheitert. Begründung: Die Wirt­schafts­zeitung berichte auch über Politik oder Reise.

Auch die Notwendig­keit einer Zeit­schrift für Ihre Kapital­anlage wäre kein Argument. Sie können Kosten für die Geld­anlage wie Depot­gebühren oder Kreditzinsen nicht zusätzlich absetzen. Das gilt leider auch für das Finanztest-Abo. Die Ausgaben sind mit dem Sparerpausch­betrag von 801 Euro (1 602 Euro, Ehe- und gesetzliche Lebens­partner) abge­golten.

Tipp: Absetzen können Sie dagegen das jähr­liche Finanztest Spezial Steuern.

3

Mehr zum Thema

  • Steuererklärung 2020 Abrechnen in Corona-Zeiten – so gehts

    - Als Folge der Corona-Pandemie müssen Angestellte, Familien, Rentne­rinnen und Rentner beim Ausfüllen der Steuererklärung 2020 einige Besonderheiten beachten.

  • Steuererklärung 2021 Cashback vom Finanz­amt

    - Mit dem Finanz­amt abzu­rechnen kann sich richtig lohnen. Besonders Angestellte und Menschen mit Behin­derung profitieren bei der Steuererklärung 2021 durch neue Boni.

  • Steuer­änderungen 2022 Steuer-Checkup 2022

    - Alle profitieren: Der Grund­frei­betrag wird zum zweiten Mal 2022 erhöht. Für Arbeitnehmer steigt die Jobkostenpauschale auf 1200 Euro, Fernpendler setzen mehr pauschal ab.

3 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 08.07.2019 um 10:51 Uhr
Beruflich veranlasste Kosten

@argon85: Ausgaben für das Finanztest SPEZIAL Steuern kann man als beruflich veranlasste Werbungskosten ansetzten, Ausgaben für das Finanztest-Abo nicht.
Vielen Dank für Ihre Anregung zu Mein test.de. Die Aborechnung senden wir seit diesem Jahr allen Lesern auf dem elektronsichem Weg als PDF-Datei zu, soweit diese keine Zusendung per Post wünschen. (maa)

argon85 am 07.07.2019 um 13:08 Uhr
Steuerberatung

Leider liegt mir das Heft von März 2007 nicht mehr vor, aber ich habe mir notiert, dass darin auf Seite 66 steht, dass man das Finanztest-Abo als Steuerberatung angeben kann, und zwar als Werbungskosten in Anlage N.
Könnten Sie bitte mal nachsehen?

Nebenbei: wäre schön, wenn man hier online eine Abo-Rechnung abrufen könnte! So muss ich die passenden Kontoauszüge (Abbuchungen Mai+Nov) raussuchen und alle nicht relevanten Daten schwärzen...

argon85 am 07.07.2019 um 13:07 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Antefix am 21.10.2015 um 12:51 Uhr
Keine Chance,

wenn das Finanzamt die eigentlich kleinen FinTEST-Abokosten bemerkt hat, zumal wenn sonst keine Fachliteratur als Werbungskosten für Nichtselbständige und zumeist ebenso für Freiberufler angelegt worden ist.