Helmut S., Frankfurt: Meine Bank hat mir geschrieben, dass ich meine Jahressteuerbescheinigung wohl erst im März bekomme. So lange möchte ich mit der Steuererklärung eigentlich nicht warten. Benötige ich die Bescheinigung zwingend als Beleg?

Finanztest: Ja, wenn Sie Ihre Kapitalerträge über die Steuererklärung abrechnen, müssen Sie die Jahressteuerbescheinigung vorlegen. Die Banken müssen die Bescheinigung kostenlos herausgeben. Manche tun das von sich aus, andere erst auf Antrag.

Aus der Jahressteuerbescheinigung geht zum Beispiel hervor, wie viel Zinsen und Dividenden Sie erzielt haben und wie viel Steuern die Bank dafür an das Finanzamt überwiesen hat. Auch Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren tauchen hier auf. Neben den Beträgen finden Sie Angaben, in welcher Zeile der Anlage KAP Sie was eintragen müssen.

Die Jahressteuerbescheinigung nennt jedoch nur den Gesamtwert der jeweiligen Erträge. Sie hilft nicht, wenn Sie überprüfen wollen, ob die Bank für einen Fonds, in dem Erträge wiederangelegt (thesauriert) werden, die Steuer in passender Höhe gezahlt hat. Dann kann es hilfreich sein, zusätzlich eine Erträgnisaufstellung zu beantragen. Dafür können die Banken aber eine Gebühr verlangen.

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