Matthias G., Dresden: Als ich meine verlorene Bankkundenkarte bei der Bank gesperrt habe, erfuhr ich, dass diese Sperre nur wirksam ist, wenn Betrüger die Karte mit der Geheimzahl einsetzen. Für das Bezahlen mit Unterschrift soll es eine Sperre bei Kuno geben, die nur die örtliche Polizei veranlassen kann. Stimmt das?

Finanztest: Ja, das stimmt. Die Abkürzung Kuno steht für „Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen“. Wenn Sie den Kartenverlust bei der Polizei anzeigen, fragt der Beamte meist, ob er Ihre Bank- und Kontodaten an eine zentrale Meldestelle des Handels weiterleiten kann. Die Meldestelle warnt angeschlossene Händler, dass sie die Karte nicht annehmen sollen, und informiert auch die Unternehmen, die für die Händler das elektronische Lastschriftverfahren abwickeln.

In jedem Fall müssen Sie den Verlust außerdem umgehend Ihrer Bank oder Sparkasse melden. Mehr Informationen zu Kuno gibts im Internet unter www.kuno-sperrdienst.de.

Dieser Artikel ist hilfreich. 584 Nutzer finden das hilfreich.