Norbert B. aus Köln: Ich habe für 1 000 Euro eine inflations­geschützte Bundes­anleihe gekauft. An der Börse notierte sie zum Kurs von 117,8 Prozent. Auf der Abrechnung betrug der Kurs­wert aber nicht 1 178 Euro, sondern 1 273,26 Euro. Wie kommt das?

Die Differenz ist der Inflations­ausgleich, der am Ende der Lauf­zeit gezahlt wird. Wenn aber jemand eine zehnjäh­rige Anleihe schon nach drei Jahren verkauft, erhält er den Ausgleich sofort – für die Zeit, die er die Anleihe hatte. Bezahlen muss der Käufer, in diesem Fall Sie. Aber keine Sorge, Sie verlieren dadurch kein Geld. Bei Fälligkeit der Anleihe zahlt der Bund Ihnen den Inflations­ausgleich für die gesamte Lauf­zeit aus.

Das Verfahren ist ähnlich wie bei Stück­zinsen. Wenn Sie eine Anleihe zwischen zwei Zins­terminen kaufen, müssen Sie die anteiligen Zinsen vorschießen. Beim nächsten Zins­termin bekommen Sie dafür die Zinsen für das gesamte Jahr.

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