Frage Meldung

Der Markt für Gebrauchtpo­licen ist noch im Entstehen.

Ich muss leider aus finanziellen Gründen meine Lebensversicherung kündigen. Gibt es Firmen, die für meine Police mehr zahlen als mein Versicherer?

Ja. Der Rückkaufswert bei vorzeitiger Kündigung ist oft sehr gering, weil Gewinnanteile verloren gehen, die bei ordent­lichem Vertragsablauf ausgezahlt würden. Das nutzen Firmen , die gebrauchte Policen kaufen. Cashlife etwa verspricht drei bis sieben Prozent mehr als den Rückkaufswert, den der Versicherer anbietet. Der Vertrag bleibt bestehen, die Monatsbeiträge zahlt die Firma, sie kassiert auch die Ablaufleistung.

Beispiel: Der Versicherer bietet für eine sieben Jahre alte Police mit acht Jahren Restlaufzeit 95 400 Euro. Der Kunde muss davon Kapitalertragsteuer und Solizu­schlag zahlen, so bleiben ihm nur 90 500 Euro. Cashlife hingegen zahlt 97 500 Euro steuerfrei, weil der Vertrag die dafür nötigen mindestens 12 Jahre läuft. Und falls der Kunde während der Restlaufzeit stirbt, will die Firma die Todesfallleistung an die Erben auszahlen, abzüglich Kaufpreis, weitergezahlte Prämien und Verwaltungskosten.

Fazit: Eine Kapitallebenspolice zu kündigen, ist ein Verlust­­­­ge­schäft. Versuchen Sie, das zu vermeiden. Wo das nicht geht, macht es Sinn, alternative Angebote zum Rückkaufswert Ihrer Gesellschaft einzuholen. Cash­­life sieht sich als Marktführer, auch aktiv sind Agis, Barwert, BC-net, Lifebond, Partner in Life.

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