Martina G. aus Waldshut:

Ich habe vor einigen Jahren eine Bankanleihe gekauft, die mit 7 Prozent verzinst wird. Inzwischen sind noch andere Papiere dazugekommen, und nun reicht mein Sparerfreibetrag nicht mehr aus. Was kann ich tun?

Finanztest: Wenn Sie keine Steuern auf Zinserträge zahlen wollen, bleibt Ihnen nichts übrig, als Ihre Zinseinkünfte zu verringern und stattdessen auf steuerfreie Erträge zu setzen. Sie könnten Ihre 7-prozentige Anleihe zum Beispiel in eine niedriger verzinste umtauschen. Wenn Sie die Anleihe jetzt verkaufen, streichen Sie zudem einen Kursgewinn ein, weil das aktuelle Zinsniveau niedriger ist. Zurzeit gibt es beispielsweise für 10-jährige Papiere nur rund 5 Prozent. Der Kursgewinn ist steuerfrei, vorausgesetzt, der Kauf liegt länger als ein Jahr zurück.

Generell gilt: Wenn Sie Ihren Sparerfreibetrag schonen wollen, sollten Sie Anleihen möglichst unter pari kaufen, das heißt, zu einem Kurs, der unter dem Nennwert liegt. Das hat den Vorteil, dass die laufenden Zinseinkünfte vergleichsweise niedrig sind, und beschert Ihnen bei Fälligkeit der Anleihe einen Kursgewinn. Sie streichen dann nämlich den Nennwert ein. Zwischen Kauf und Rückzahlung müssen mehr als zwölf Monate liegen.

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