Frau Schmidt aus Frankfurt:

Ich habe Anleihen von der Deutschen Telekom (WKN 858 951) und von der Deutschen Post (WKN 222 222). Beides sind deutsche Konzerne. Für die Anleihe der Post zahle ich 1,5 Promille Depotgebühr und für die Anleihe der Telekom 4 Promille. Woran liegt das?

Finanztest: Wie eine Anleihe ausgestattet ist, ist Sache der Unternehmen. Sie bestimmen den Nennwert, den Zins, den Zeitpunkt der Zinszahlung, die Laufzeit – und den Ort, an dem die Papiere aufgelegt und an dem sie aufbewahrt werden. Die Anleihe der Deutschen Post wird in Deutschland aufbewahrt, die der Deutschen Telekom in Luxemburg.

Im Inland verwahrte Papiere landen in der so genannten Girosammelverwahrung. Das ist ein rationelles, Kosten sparendes Verfahren. Papiere, die im Ausland verwahrt werden, kommen bei vielen Banken in die so genannte Wertpapierrechnung. Und die ist teilweise um ein Mehrfaches teurer als die Girosammelverwahrung.

Tipp: Einige Banken, vor allem Direktbanken, rechnen Depotgebühren pauschal ab. Dann ist der Ort der Verwahrung egal. Manche Banken nehmen gar keine Gebühren.

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