Wolfgang K., Worms:

Ich bin Beamter im Ruhestand und möchte mich von meiner Frau scheiden lassen. Sie ­würde dadurch aber ihren ­Anspruch auf Beihilfe verlieren und wäre dann nur noch im Umfang von 30 Prozent privat krankenversichert. Meine Frau ist 56 Jahre alt und Hausfrau. Kann sie in die gesetzliche Krankenkasse?

Finanztest: Nein. Selbst wenn Ihre Frau eine sozialversicherungspflichtige Anstellung finden würde, käme sie nicht in die Kasse, weil sie schon über 55 Jahre alt ist.

Ihr bleibt also keine andere Wahl als den privaten Krankenversicherungsschutz von 30 auf 100 Prozent aufzu­stocken. Sie hat das Recht, von der jetzigen Versicherungsgesellschaft binnen zwei ­Monaten nach Wegfall des Beihilfeanspruchs ohne neue Gesundheitsprüfung in eine Vollversicherung aufgenommen zu werden.

Als Unterhaltspflichtiger müssen Sie die Kosten für die Krankenversicherung Ihrer Frau tragen – zusätzlich zum Unterhalt. Das wird teuer, denn für den neuen Teil der Versicherung gilt das höhere Eintrittsalter. Die Beiträge können leicht 600 bis 800 Euro im Monat betragen.

Etwas günstiger wird es im Standardtarif der privaten Krankenversicherung. Er bietet in etwa die Leistungen der gesetzlichen Kasse und darf nicht mehr kosten als deren durchschnittlicher Höchst­beitrag, derzeit 505,88 Euro im Monat.

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