Petra B. aus Hamburg: Lohnt sich für mich als Hartz-IV-Empfängerin der Abschluss einer Riester-Rente überhaupt? Später werde ich doch vielleicht sowieso auf die Grundsicherung angewiesen sein.

Finanztest: Die staatliche Förderung sorgt auch bei Geringverdienern für eine gute Rendite auf ihre Riester-Beiträge. Vielleicht haben Sie zudem in anderen Phasen Ihres Arbeitslebens mehr verdient oder finden bald wieder eine Stelle mit einem besseren Einkommen. Um später eine gesetzliche Rente in Höhe der durchschnittlichen Grundsicherung von derzeit 627 Euro zu bekommen, müssten Sie, sofern Sie älter als 45 Jahre sind, im Schnitt rund 1 450 Euro brutto monatlich verdient haben. Können Sie das erreichen oder haben Sie in manchen Jahren vielleicht deutlich mehr verdient, sodass sich Zeiten mit geringen Einkünften (beispielsweise Hartz IV) ausgleichen, lohnt sich ein Riester-Vertrag für Sie auf jeden Fall. Eine Riester-Rente wird zusätzlich zur gesetzlichen Rente ausgezahlt.

Nur wer während seines Arbeitslebens durchgängig sehr wenig verdient hat, wird im Alter lediglich Grundsicherung erhalten. Vermögen muss dann aber weitgehend verbraucht werden. Die selbstangesparte Riester-Rente wird angerechnet, die Grundsicherung entsprechend gekürzt.

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