Falk K., Berlin:

In meiner Steuererklärung für 2003 habe ich Rechnungen für Maler- und Fußbodenlegearbeiten in meiner Wohnung angegeben. Das Finanzamt lehnt sie ab, da es Kosten der privaten Lebensführung seien. Stimmt das?

Finanztest: Sie sollten dagegen Einspruch einlegen, weil das Finanzamt wohl eine Änderung übersehen hat. Seit 2003 können Sie nach Paragraph 35 a Einkommensteuergesetz bis zu 600 Euro Steuererstattung im Jahr für haushaltsnahe Dienstleistungen erhalten (Antrag im Mantelbogen, Zeile 46).

Dazu gehören kleine Schönheitsreparaturen in der Wohnung wie Malerarbeiten oder Ausbesserungsarbeiten des Fußbodens. Nicht dazu zählen jedoch nach Auffassung des Bundesfinanzministeriums Arbeiten, die Neues schaffen (IV A 5 - S 2296 b 13/03). Demnach wäre das Verlegen eines komplett neuen Fußbodenbelags nicht begünstigt.

Begünstigt sind aber nur 20 Prozent der reinen Handwerkerkosten, die Materialkosten gar nicht. Deshalb ist es gut, wenn Sie eine detaillierte Abrechnung vorlegen. Außerdem müssen Sie belegen, dass Sie dem Handwerker das Geld überwiesen haben.

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