Thomas Wilhelm, Berlin:

Wir haben eine Hundeschermaschine gekauft. Nun ist sie kaputt. Die Garantie verweigert der Verkäufer, da wir den Kassenbon verloren haben. Wir haben aber mit ec-Karte gezahlt und einen Beleg über die Abbuchung des Kaufpreises. Was können wir tun?

Finanztest: Lassen Sie nicht locker. Zwar dürfen Hersteller Garantieleistungen an Bedingungen wie die Vorlage des Kassenbons knüpfen. Schließlich ist die Garantie eine freiwillige Leistung. Und wenn das vorher so festgelegt wurde, ist das in Ordnung. Neben einer Garantie haben Kunden bei mangelhafter Ware aber auch Rechte gegen den Verkäufer. Diese Rechte (Nachbesserung, Preisminderung und bei erfolgloser Reparatur Rückgabe) können vom Händler nicht einfach eingeschränkt werden.

Vor Gericht dürften Sie mit dem Kontoauszug kaum Probleme haben, den Kauf zu beweisen. Weisen Sie den Verkäufer darauf und auf seine Gewährleistungspflicht hin.

Grundsätzlich haften gewerbliche Verkäufer bei Neuwaren zwei Jahre lang dafür, dass zum Kaufzeitpunkt alles in Ordnung war. Im ersten halben Jahr nach dem Kauf trägt der Verkäufer dafür sogar die Beweislast. Danach muss der Kunde beweisen, dass die Ware etwa wegen eines Fabrikationsfehlers kaputtgegangen ist.

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