Monika L., Berlin:

Ich habe 2002 als Sekretärin Gehalt bezogen, wurde dann arbeitslos und habe meine Großmutter gepflegt. Dafür hat die Krankenkasse Rentenbeiträge aus einem fiktiven Lohn abgeführt. Muss ich das fiktive Einkommen zu meinen sonstigen Einkünften dazurechnen, um meine maximale Riester-Förderung nicht zu gefährden?

Finanztest: Nein. Fiktiver Lohn zählt nicht mit, wenn Sie Ihren Eigenbeitrag ausrechnen. Addieren Sie Ihr Bruttoarbeitseinkommen und das Arbeitslosengeld. Von dieser Summe muss 1 Prozent für 2002 in ­Ihren Riester-Vertrag fließen, wenn Sie die höchste Förderung erhalten möchten.

Ihren Eigenbetrag finden Sie heraus, wenn Sie von diesem 1 Prozent Ihres Bruttoeinkommens die staatlichen Riester-Zulagen abziehen. Für Sie selbst sind das 38 Euro, sollten Sie Kinder haben, bekommen Sie für jedes Kind 46 Euro. Diese Zulagen senken Ihren Eigenbeitrag.

Für Frauen und Männer, die in einem Jahr nur Rentenbeiträge aufgrund einer fiktiven Lohnberechnung für eine Pflegetätigkeit von mindestens 14 Stunden in der Woche beziehen, gilt eine andere Regel. Haben sie sonst kein Einkommen, müssen sie nur einen Sockelbeitrag bezahlen, um die höchste Förderung zu erzielen. Das sind für Kinderlose 45 Euro, mit einem Kind 38 Euro, ab zwei Kindern 30 Euro Sockelbeitrag.

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