Mark W. aus Berlin:

Meine Frau ist Angestellte, ich bin sozialversicherungsbefreiter GmbH-Geschäftsführer. Bisher kürzte das Finanzamt bei der Berechnung unserer Vorsorgeaufwendungen die Pauschale für Verheiratete von 6 136 Euro (bis 2001 12 000 Mark) nur um 16 Prozent vom Bruttolohn meiner Frau. Neuerdings ist in die 16-Prozent-Kürzung auch mein Verdienst einbezogen und ich kann weniger Versicherungsbeiträge abziehen. Ist das rechtens?

Finanztest: Das ist noch nicht abschließend geklärt. Dazu liegt dem Bundesverfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde vor (Az. 2 BvR 587/01). Deshalb sollten Sie unbedingt Ihren Steuerbescheid offen halten und innerhalb eines Monats nach Zugang Einspruch einlegen. Unter Verweis auf die anhängige Verfassungsbeschwerde sollten Sie zugleich Ruhen des Verfahrens nach Paragraph 363 Abgabenordnung (AO) beantragen.

Wollen Sie jedoch nicht warten, bis die Richter entschieden haben, sollten Sie vergleichen, ob eine getrennte Veranlangung günstiger für Sie ist. Dann bekommen Sie zwar wie Singles nur die Pauschale von 3 068 Euro. Diese kann das Finanzamt aber dann nicht mehr kürzen, weil Sie keine sozialversicherungspflichtigen Einnahmen haben.

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