Frage & Antwort Meldung

Lange Krankheit ist hart genug. Schlimm, wenn es dann noch Ärger mit der Kasse gibt.

Helmut F., Reutlingen:

Ich habe 1999 mehrere Monate lang Krankengeld von meiner gesetzlichen Krankenkasse bekommen. Aufgrund Ihres Berichtes in Finanztest 12/02, S. 64, habe ich eine Nachzahlung bei meiner Kasse beantragt, weil sie damals das Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht in die Berechnung des Krankengelds einbezogen hat. Doch die Kasse hat nur einen ganz vage formulierten Brief zurückgeschickt, aus dem nicht zu erkennen ist, ob sie zahlen will. Was soll ich tun?

Finanztest: Sie können das Schreiben als Ablehnung werten, weil Ihr Antrag ja nicht positiv beschieden worden ist. Dagegen können Sie Widerspruch bei der Kasse einlegen. Gibt es in dem Brief der Kasse keinen Hinweis auf die Widerspruchsfrist, dann haben Sie dafür ein Jahr Zeit. Hat der Widerspruch keinen Erfolg, wenden Sie sich an die Versicherungsberatung Ihrer Verbraucherzentrale und besprechen Sie dort, ob eine Klage vor dem Sozialgericht infrage kommt.

Die Aussichten auf eine Nachberechnung des Krankengelds schätzt der Bundesverband der Verbraucherzentralen als gut ein. Denn die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherung haben dies in einer gemeinsamen Erklärung den Versicherten zugesagt.

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