Oliver Drewis, Rheinbach:

Im Dezember 2001 habe ich auf mein Weihnachtsgeld verzichtet. Dafür hat mein Arbeitgeber mir einen Computer zur häuslichen Nutzung überlassen. Jetzt will das Finanzamt nachträglich 794 Euro Steuern darauf kassieren. Ist das rechtens?

Finanztest: Nein. Sie brauchen nachträglich keine Steuern zu zahlen, weil Ihnen der Arbeitgeber den PC nicht geschenkt, sondern zur Nutzung überlassen hat. Seit dem Veranlagungszeitraum 2000 sind laut Paragraph 3 Nr. 45 Einkommensteuergesetz die Vorteile des Arbeitnehmers aus der privaten Nutzung von betrieblichen Personalcomputern und Telekommunikationsgeräten steuerfrei.

Außerdem ist bei dieser Steuerfreiheit gleichgültig, ob der Arbeitgeber den überlassenen Computer zusätzlich zum Arbeitslohn für seinen Arbeitnehmer bereitstellt oder aus dem Gehalt des Arbeitnehmers finanziert (Gehaltsumwandlung). Das hat die Finanzverwaltung inzwischen in ihren Lohnsteuerrichtlinien R 21 e klargestellt.

Hätte der Arbeitgeber Ihnen den PC geschenkt, würde dieser Vorteil zu steuerpflichtigem Arbeitslohn führen. Auf diesen geldwerten Vorteil kassiert dann das Finanzamt pauschal 25 Prozent Lohnsteuer.

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