Constanze K., Duisburg:

Das Mietshaus, in dem ich wohne, wurde verkauft. Ich kann mir aber keine viel höhere Miete leisten als bisher. Doch damit muss ich garantiert rechnen, oder?

Finanztest: Nein. Für den neuen Eigentümer gelten dieselben Regeln wie für den ­alten. Er darf Ihre Miete nur erhöhen, wenn sie unter der ortsüblichen Miete liegt und er das beispielsweise anhand des Mietspiegels nachweist. Zudem darf Ihre Miete binnen drei Jahren um höchstens 20 Prozent steigen.

Eine Modernisierung können Sie ablehnen, wenn diese für Sie eine unzumutbare Härte bedeutet. Das kann der Fall sein, wenn Sie die neue Miete nicht zahlen können und die Modernisierung über den üblichen Standard hinausgeht.

Ihre Miete sollten Sie erst dann an den neuen Eigentümer zahlen, wenn dieser einen beglaubigten Auszug aus dem Grundbuch vorlegt oder der alte Eigentümer Sie dazu auffordert. Sie sollten sich von dem neuen Vermieter schriftlich bestätigen lassen, dass er Ihre Kaution übernimmt. Das geht nicht automatisch.

Dieser Artikel ist hilfreich. 157 Nutzer finden das hilfreich.