Harald K. aus Röthenbach:

Für den Wechsel in die private Krankenversicherung gilt eine Jahresentgeltgrenze von 45 900 Euro. Diese überschreite ich mit meinem Einkommen als Angestellter – allerdings nur, wenn ich Überstundenvergütungen und Erfolgsbeteiligung mit einrechne. Mein reines Grundgehalt liegt unter der Grenze. Kann ich trotzdem in die private Krankenversicherung wechseln?

Finanztest: Nein, Sie können nicht wechseln. Auf die Jahresarbeitsentgeltgrenze sind alle Bestandteile des Arbeitsentgelts anzurechnen, die Sie regelmäßig erhalten. Dazu gehören neben dem Grundlohn das Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Vergütungen für vertraglich festgelegte Bereitschaftsdienste und die vermögenswirksamen Leistungen. Einkünfte, die Sie nicht mit Sicherheit er­warten können, dürfen dagegen nicht auf die Jahresarbeitsentgeltgrenze angerechnet werden. Deshalb zählen Überstundenvergütungen nur dazu, wenn sie pauschal abgegolten werden.

Keinesfalls können Sie Ihre Gewinnbeteiligung zum Arbeitsentgelt rechnen, selbst wenn sie vertraglich vereinbart ist. Auch Fahrtkostenersatz, Nacht- und Feiertagszuschläge, familienbedingte Zuschläge und pauschal bestimmte Direktversicherungsbeiträge zählen nicht dazu.

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