Thomas B., Augsburg:

Schon mehrfach hat meine Hausbank bei Aktienorders die Aufträge gesplittet, obwohl es sich um Kleinaufträge unter 1 000 Euro handelte. Dadurch hatte ich doppelte, unverhältnismäßig hohe Kosten. Wie oft und zu welchen Gebühren darf der Händler splitten?

Finanztest: Die beauftragte Bank hat keinen Einfluss darauf, ob eine Aktienorder in mehreren Portionen ausgeführt wird. Das hängt vom Angebot ab. Die Gebühren richten sich nach den Geschäftsbedingungen.

Das Problem der Teilausführungen ist bei Aktien mit sehr geringen Umsätzen leider an der Tagesordnung. In ungünstigen Fällen kann eine 100-Stück-Order durchaus in fünf Teilorders von 10, 15, 30, 5 und 40 Stück zerfallen. Sogar der Kauf einer einzelnen Aktie kommt vor. Die Broker könnten zwar ihren Kunden die Kosten für nur eine Ausführung in Rechnung stellen, aber nur einige kleinere Anbieter wie Fimatex und Stocknet machen das.

Tipp: Wer bei umsatzschwachen Aktien die Gefahr von Teilausführungen ausschließen möchte, kauft außerbörslich, zum Beispiel über Lang & Schwarz.

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